10 ungewöhnliche Festivals, die erlebenswert sind
Eisskulpturen, Tomatenwerfen oder sogar Kreuzigung. Die Traditionen in den verschiedenen Ländern und Kulturen sind sehr unterschiedlich, und manchmal sind sie wirklich skurril. Doch je seltsamer die Idee, desto interessanter ist sie für Touristen. Sie sind bereit, Tausende von Kilometern zu reisen, um die Atmosphäre dieser ungewöhnlichen Feste live zu erleben.
Inhalt
China: Snow & Ice Festival
Das Festival findet jährlich in Harbin, China, statt. Eis- und Eiskunstliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn es gibt Dutzende von Eisinstallationen und -skulpturen von Künstlern aus der ganzen Welt. Dieses Winterfestival ist das größte Eis- und Schneefestival der Welt. Es beginnt Anfang Januar und dauert etwa einen Monat. Es wurde 1963 zum ersten Mal veranstaltet, und die Teilnehmer waren überwiegend Einheimische, aber seitdem hat sich viel verändert. Das Festival hat internationalen Ruhm erlangt und zieht nun jedes Jahr Millionen von Touristen an.

Nepal: Holi Festival
Holi ist ein beliebtes hinduistisches Fest, bei dem der Frühling und die Farben gefeiert werden. Es findet am Tag des Vollmonds statt, normalerweise im Februar oder März. Das Fest wird von Tausenden von Menschen in den Straßen gefeiert, die sich gegenseitig mit farbigem Pulver und farbigem Wasser bewerfen und dabei Spaß haben, tanzen und singen. Es dauert zwei Tage und beginnt mit dem Anzünden eines Lagerfeuers am Tag vor dem Hauptfest Holi. Dieser Akt symbolisiert den Triumph des Guten über das Böse.

Brasilien: Karneval in Rio de Janeiro
Überfüllte Straßen, Extravaganz und Spaß. Der vielleicht berühmteste Karneval der Welt findet jährlich in Rio de Janeiro, Brasilien, statt. Während das Fest früher von Europa beeinflusst war und man eher Polka- oder Walzertänzer sah, sind die Straßen von Rio heute voller extravagant gekleideter Tänzerinnen und Tänzer, die den rhythmischeren Samba tanzen.
Der Karneval dauert ein paar Tage und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern, sowohl Einheimische als auch Touristen, an. Er findet Ende Februar oder Anfang März statt, wobei der letzte Tag normalerweise auf den Aschermittwoch fällt. Ähnliche Karnevalsfeste sind auch in anderen lateinamerikanischen Ländern beliebt, das Tanzen liegt ihnen im Blut!

Philippinen: Cutud Lenten Rites
Die Fastenfeier von San Pedro Cutud findet jedes Jahr am Karfreitag in der Stadt San Pedro Cutud auf den Philippinen statt. Die Veranstaltung ist nur für starke Nerven geeignet, denn es handelt sich um eine lebendige Darstellung der Passion Christi! Die Teilnehmer sind in historische Kostüme gekleidet und interpretieren die Osterereignisse, die dann mit der lebensechten Kreuzigung von mindestens drei Personen enden. Sie hängen einige Minuten lang am Kreuz, als Symbol für die Auslöschung ihrer Sünden.
Man könnte meinen, dass diese Freiwilligen schwer zu finden sind. Doch das Gegenteil ist der Fall: Jedes Jahr gibt es Dutzende von Menschen, die sich für die Kreuzigung interessieren. Diejenigen, die nicht direkt gekreuzigt werden, geißeln sich oft bei der Prozession. Diese Zeremonie wurde von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Mexiko: Día de los muertos (Tag der Toten)
Das Gedenken an die Toten ist in den meisten Ländern der Welt eine Tradition. In den USA feiert man Halloween, in Österreich Allerheiligen und in Mexiko ist es der Tag der Toten. Dieser Feiertag ist einer der wichtigsten im Lande, und die Mexikaner widmen sich mit Hingabe seinen Vorbereitungen. Es gibt jedoch keinen Vergleich mit der Art und Weise, wie wir die Toten ehren.
Ein wichtiger Teil dieses Tages ist das Essen. Es werden kleine Zuckerschädel oder Brot, das Knochen ähnelt, zubereitet. In der Regel bereitet die Familie genau das Essen zu, das der Verstorbene mochte. Sie errichten auch einen Altar für den Verstorbenen, den sie mit Kerzen oder bunten Blumen schmücken. Auch die Gräber werden geschmückt, wo die Verwandten manchmal die ganze Nacht verbringen. Sie trinken, essen, singen und schwelgen in Erinnerungen. Statt zu trauern, haben die Mexikaner das Gedenken an die Verstorbenen zu einem fröhlichen Ereignis gemacht.

Thailand: Loi Krathong a Yi Peng
Loi Krathong ist ein Fest, das vor allem in Thailand gefeiert wird. Loi Krathong bedeutet übersetzt „schwimmender Korb“, und genau das ist das Herzstück des Festes. Die Menschen setzen Körbe aus verschiedenen Materialien aufs Wasser und wünschen sich dabei etwas. Das Fest findet am Abend des Vollmonds im 12. Monat des thailändischen Mondkalenders statt. Ein ähnliches Fest, Yi Peng, findet am selben Tag statt – doch statt Körben lassen die Menschen Laternen in die Luft steigen.
Das Festival hat auch erhebliche Kritik wegen seiner mangelnden Umweltfreundlichkeit erfahren. Während der Feierlichkeiten bleibt eine große Menge an Abfall zurück, in der Vergangenheit waren es bis zu sechs Tonnen.

England: Cooper Hill’s Cheese Rolling Festival
Hunderte Männer, die einen Hügel hinunterrennen, um einen Käse zu fangen – so könnte man einen der berühmtesten englischen Festivals beschreiben, das jedes Jahr in der Nähe von Gloucester stattfindet. Ursprünglich für die Einheimischen gedacht, erfreut es sich heute weltweiter Beliebtheit.
Jedes Jahr rennen Dutzende Männer einen steilen Hügel hinunter, um den Käse zu fangen und zu gewinnen. Doch der Hang ist oft zu steil und der Käse zu schnell, sodass am Fuße des Hügels stets zahlreiche Rettungskräfte bereitstehen.

Spanien: La Tomatina
Die berühmte Tomatenschlacht in der spanischen Stadt Buñol zieht jährlich Tausende Besucher an. Über zwei Stunden lang bewerfen sich die Teilnehmer mit Tomaten – insgesamt werden dabei beeindruckende 150.000 Kilo Tomaten verbraucht!
Seit 2013 kann man an der Veranstaltung nur mit einem im Voraus gekauften Ticket teilnehmen, und es gelten mehrere Sicherheitsregeln. Eine davon ist, dass die Tomaten vor dem Werfen gut zerquetscht werden müssen, um niemanden zu verletzen.

Italien: Battle of the Oranges (Orangenschlacht)
Die Spanier werfen Tomaten, die Italiener Orangen. Die „Orangenschlacht“ ist ein Festival im norditalienischen Ivrea. Die Teilnehmer teilen sich in neun Gruppen auf, ziehen Kostüme an und bewerfen sich dann gegenseitig mit Orangen.
Der Ursprung des Festivals ist nicht ganz klar, und es gibt mehrere Versionen. Eine besagt, dass die Menschen mit diesem Fest an den Aufstand der Stadt gegen einen lokalen Tyrannen erinnern, der eine junge Frau am Tag vor ihrer Hochzeit vergewaltigte. Zuerst warfen die Menschen Bohnen, später Äpfel, und erst im 19. Jahrhundert wechselten sie zu Orangen.
Wenn du dir nur diese Veranstaltung ansehen möchtest, solltest du eine Mütze tragen. Diese symbolisiert, dass du nur Zuschauer bist und die Teilnehmer keine Orangen nach dich werfen sollten. Du kannst dir jedoch sicherlich vorstellen, wie es an diesem Tag dort aussieht, und es ist möglich, dass dich im Mittelpunkt des Geschehens wiederfindest. Achtung auf den Kopf!

Bali: Nyepi
An diesem Tag beginnt für die Hindus auf Bali das neue Jahr. Gleichzeitig ist Nyepi ein Tag der Stille, des Fastens und der Meditation. Die Straßen und Haushalte sind ruhig, es darf kein Strom verwendet werden, die Menschen arbeiten nicht und feiern nicht.
In den meisten Dörfern stellen die Einheimischen sogenannte Ogoh-Ogoh her. Dabei handelt es sich um Statuen, die Dämonen ähneln, die negative Energie symbolisieren und rituell verbrannt werden, während sie durch das Dorf ziehen. Dieser Akt soll das Vertreiben von Dämonen und bösen Kräften von der Insel symbolisieren.

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